«Am Hals find i hot»

Wie stehen junge Leute zu Tätowierungen? Welche Tattoos kommen bei Instagram-Usern gut an? Und was halten ihre Eltern davon? Ich habe mit meinen Instagram-Follower in meiner Story eine kleine Umfrage gestartet und sehr interessante Antworten erhalten. 


Tatsächlich hätte ich bei dieser Frage eine höhere Quote erwartet, da aus meinem Freundeskreis ziemlich viele tätowiert sind. Nur knapp 40% meiner Follower haben sich bereits ein oder mehrere Tattoos stechen lassen. Aus den folgenden Fragen habe ich aber herausgehört, dass viele, die hier «NEIN» angegeben haben, schon mindestens mit dem Gedanken gespielt haben, sich tätowieren zu lassen.r

Wie bereits oben schon gesehen ist der Grossteil nicht oder noch nicht tätowiert. Was aber spannend ist, dass der zweitgrösste Anteil meiner Follower mehr als zwei Tattoos hat. Fast 20% der Follower hat sich bereits mehr als zweimal auf die Tattooliege und unter die Nagel getraut.

Die mit Abstand beliebteste Stelle für Tattoos bei Männern ist der Arm. Ebenfalls bevorzugte Stellen sind Brust, Rücken, Beine und Schulter. Von einigen Frauen wurde der Hals angegeben mit dem Zusatz, dass sie das «hot» finden. Eine Aussage, die auch viel gemacht wurde: Viele Stellen sind schön, solange es nicht im Gesicht ist. Face-Tattoos kommen anscheinend nicht sehr gut an.

Auch bei den Frauen scheint die beliebteste Stelle der Arm zu sein. Mit nicht ganz so grossem Abstand folgt auch bei den Frauen der Rücken. Ebenfalls sehr beliebt sind Tattoos an den Rippen, sowie an den Fuss- und Handgelenken.

Ich würde mal behaupten, dass diese Grafik für sich spricht. Über 90% finden Tattoos ästhetisch, was mich aber auch nicht sehr überrascht.

Die Einstellung zu Tattoos ist ja grösstenteils eher generationsabhängig, wie ich glaube.  Dennoch ist es spannend, dass immerhin mindestens ein Elternteil von über 20% meiner Follower, die an der Umfrage teilgenommen haben, tätowiert ist. Wie aber so generell die Einstellung der Eltern zu Tattoos sind, konnte ich aus den Antworten der folgenden Frage heraushören. 

Begriffe, die sehr oft als Antwort auf diese Frage gefallen sind: Geschockt, überrascht, nicht erfreut oder nicht begeistert. Einige der Eltern haben wohl auch sehr neutral reagiert und es war ihnen eher gleichgültig. Natürlich waren auch einige Antworten von Followern darunter, deren Eltern Freude an den Tattoos ihrer Kinder gezeigt haben, es war allerdings die Minderheit. Weitere Antworten:

«Gar nicht haha»

«Gar nicht erfreut, belächelnd»

«Sehr gut, mein Körper etc.»

«Kein Thema, welches grossartig behandelt wurde.»

«Kopfschütteln»

«Gechillter als erwartet»

«Mässigi Freud»

«Wissen es nicht»

«Fanden es unnötig, nicht schön, aber war ihnen egal»

«Überrascht, neugierig»

«Isch das din Ernst, han denkt du meinsches als Spass»

Meine Eltern haben tatsächlich auch ziemlich locker reagiert. Meine Mama war bei meinem ersten Tattoo auch eher skeptisch, mittlerweile ist sie sogar selbst tätowiert.

In der obenstehenden Grafik ist zu erkennen, dass die durchschnittliche Schmerzintensität beim ersten Tattoo wohl nicht ganz so schlimm war. So verwundert wahrscheinlich auch das Ergebnis auf die folgende Frage nicht.

Über 90% meiner Follower, die an der Umfrage teilgenommen haben, würden die Schmerzen in Kauf nehmen und sich weitere Tätowierungen stechen lassen.

Um die Umfrage zu komplettieren habe ich meine Follower nach den Motiven ihrer Lieblingstattoos gefragt. Aus den Antworten habe ich herausgehört, dass viele Motive eine private Bedeutung haben und sehr bewusst gewählt wurden. Hier ein paar der Antworten:

«Blume»

«Das Beil meines DnD-Charakters»

«ein Manta im Tribal-Style»

«Schmetterling»

«Schneeflocke»

«Traumfänger»

«Sternkonstellation»

«3 Dreiecke, für mini Gschwüsterti»

«Dr Calanda, also Umriss mit Schatta»

Ich liebe zwar alle meine Tattoos, trotzdem würde ich sagen, dass mir die Schwalbe, die ich mir als letztes habe stechen lassen, am besten gefällt. Falls du noch mehr über meine Tattoos und meine Erfahrungen erfahren möchtest, kannst du gerne bei dem Blogpost «Meine Tattoo-Geschichten» vorbeischauen.