No-Go Tattoo

Wie fast alles sind natürlich auch Tätowierungen eine Geschmackssache. Nicht jeder und jedem sagt dieser Körperkult zu. Und bei Weitem nicht jede und jeder ist tätowiert. Ich habe mich gefragt: Was hält einen davon ab, sich ein Tattoo stechen zu lassen? Was stört an den Bildern auf der Haut? Und was ist, wenn die Partnerin oder der Partner tätowiert ist? Um diese Fragen zu beantworten, habe ich eine Instagram-Umfrage gestartet und meine Follower befragt.

Mit Tätowierungen ist es wohl dasselbe wie mit dem Kleiderstil. Nicht allen gefällt die Hose, die du dir letzte Woche gekauft hast. Oder der Pulli, den dir deine Mama gegeben hat und den du so feierst. So kann auch der Trend des Tätowierens nicht allen zusagen. Die Gründe dafür variieren aber. So begründeten meine Follower, die mit der Körperkunst nichts anfangen können, ihre Abneigung gegen Tattoos zum Beispiel damit, dass es ihnen einfach nicht gefällt oder dass man Ideologien, Erlebnisse und Beziehungen nicht zwingend unter seiner Haut tragen muss. Jemand anderes hingegen will nicht später seinen Enkeln erklären müssen: «Schau, da war ich noch jung.» Eine meiner Meinung nach ziemlich süsse Antwort kam von einer Followerin: «Ich mochte es nie, Farbe auf meiner Haut zu haben. Ist mit Tattoos wohl dasselbe.»

Was, wenn die Liebsten tätowiert sind?

Über 80% meiner Follower, die an der Umfrage teilgenommen haben, finden Tätowierungen lediglich für sich selber nicht passend.

So ist es auch nicht überraschend, dass die meisten Antworten auf die Frage nach einem tätowierten Partner oder einer tätowierten Partnerin recht ähnlich ausgefallen sind. Für die meisten scheint es kein Problem zu sein, wenn die bessere Hälfte Farbe unter die Haut bringen lässt. Für viele ist da auch entscheidend, um welche Motive und Körperstellen es sich handelt.

Wieso bist du nicht tätowiert?

Auch hier fielen immer wieder ähnliche Antworten. So ist auch bei dieser Frage das Motiv entscheidend, denn viele meiner Follower können sich wohl nicht für ein Motiv entscheiden und haben sich deswegen bisher noch nicht tätowieren lassen. Einige sind etwas abgeneigt von der Idee, sich unter die Nadel zu legen, da die Angst davor, dass es in einigen Jahren nicht mehr gefallen könnte, zu gross ist. Für manche ist es eine Typfrage und deshalb keine Option. Auch die Angst vor Nadeln oder dem Schmerz, den ein Tattoo mit sich bringt, darf nicht ausser Acht gelassen werden. Einige weitere Antworten auf die Frage nach fehlenden Tattoos:

I’d like to keep my body natural as it is

Ich chan mi nödmol entscheide wani im Resti esse mag. Es lebeslangs Tattoo?

Moneyyy

Job-technisch unpraktisch

Angst vor verschrumpelten Tattoos im Alter

Ich würde mich sehr darüber nerven, wäre das Tattoo nicht perfekt.

I bi de Meinig, mer macht de Körper irgendwie «kaputt»

Die Meinungen meiner Follower scheinen sehr gefestigt zu sein. Trotzdem habe ich als Abschluss der Umfrage noch folgende Frage gestellt:

Mehr als die Hälfte könnte es sich also vorstellen, ihre Meinung bezüglich Tätowierungen nochmals zu ändern. Trotzdem ist es natürlich nach wie vor eine Geschmackssache und jedem selbst überlassen, was man mit dem eigenen Körper macht.

Dieser Beitrag ist aus dem zweiten Teil einer Instagram-Umfrage entstanden. Die Ergebnisse des ersten Teils findest hier.